Herr Ritscher, warum setzt das Best-of-Safety-Team auf Unternehmenstheater, interaktive Formate und Videoclips um Arbeitssicherheit zu vermitteln?
Arbeitssicherheit lebt nicht von niedergeschriebenen Regeln, sondern vom gelebten Verhalten aller Beteiligten. Mit unseren verschiedenen Formaten und Herangehensweisen können wir passgenau auf den Bedarf unserer Auftraggeber und die jeweilige Zielgruppe eingehen, die Mitarbeitenden emotional abholen, zum Nachdenken anregen und gleichzeitig Spaß in die Lern- und Veränderungsprozesse bringen.
Wie sieht so ein interaktives Theater- oder Workshop-Format aus?
Wir setzen auf Beteiligung statt Frontalvortrag. Beim Interaktiven Theater beispielsweise führt das Publikum Regie: Es kann Szenen unterbrechen, korrigieren und so selbst erleben, wie sich Verhalten und damit auch die Reaktion meines Gegenübers verändern lässt. Das schafft nicht nur Erkenntnis, sondern auch ein gemeinsames Aha-Erlebnis. Bei kleineren Gruppen kombinieren wir dann unsere interaktive Theatermethoden mit Workshop-Elementen und Übungen, um tiefer in Kommunikations- und Verhaltensthemen einzusteigen.
Welche Inhalte stehen dabei im Fokus?
Vor allem kulturellen Aspekte wie Haltung, Einstellung und Kommunikation, die wichtig sind, um Arbeitssicherheit gemeinsam voranzubringen. Auch Klarheit und Konsequenz seitens der Führungskräfte ist oft Thema. Es sind oft kleine Entscheidungen im Alltag, die über großes Unglück oder sicheres Handeln entscheiden. Anhand konkreter Situationen machen wir sichtbar und erlebbar, wie Achtsamkeit, sicherheitsgerechtes Verhalten und respektvolle, zielführende Kommunikation zu einer reiferen Sicherheitskultur führen.
Wie reagieren die Mitarbeitenden auf interaktiven Formate – gibt es da nicht Vorbehalte?
Natürlich müssen wir jede Gruppe erst einmal abholen. Das passiert Schritt für Schritt und im Laufe der Jahre haben wir unser Vorgehen so optimiert, dass wir auch mit verschiedensteen Zielgruppen gut arbeiten können. Viele freuen sich auch über den unkonventionellen Ansatz: „Endlich mal etwas anderes, das hängenbleibt!“ Genau das ist unser Ziel: Wenn über Sicherheit gesprochen, gelacht und reflektiert wird – dann wirkt sie auch.
Inwiefern ergänzt der Ansatz von Best of Safety klassischen Schulungen in der Arbeitssicherheit?
Die Elemente des Theaters sprechen mehrere Ebenen gleichzeitig an – Kopf, Herz und Bauch. Menschen lernen über Geschichten, nicht über Tabellen. Wenn Erlebnis, Humor und Erkenntnis zusammenkommen, entsteht nachhaltiges Lernen. Genau darin liegt die Stärke unserer Formate.
Humor und Spaß bei einem so ernsten Thema – funktioniert das wirklich?
Humor ist für uns kein Widerspruch zur Ernsthaftigkeit, sondern eine Brücke und ein Türöffner. Er öffnet Menschen für Neues, reduziert Abwehrhaltungen und ermöglicht Selbstreflexion, ohne dass jemand das Gefühl hat, belehrt zu werden. Unser Ziel ist dabei, schwierige Themen leicht, aber nicht leichtfertig zu vermitteln.
Welche Empfehlung geben Sie Unternehmen, die über den Einsatz von Theater nachdenken?
Offen sein für neue Wege! Wer Sicherheit erlebbar machen will, braucht keine zusätzlichen Paragrafen – sondern Erlebnisse, die wirken und Geschichten, die bewegen.
Zum Abschluss: Was macht den besonderen Mehrwert von Theater in der Arbeitssicherheit aus?
Theater ist für uns kein Selbstzweck. Es fokussiert das Thema, schafft emotionale Anker, fördert den Dialog und verändert Verhalten – nachhaltig. Die Teilnehmenden erleben etwas, das verbindet und Wirkung zeigt. Und genau darum geht: Best of Safety steht für aktivierende, wirkungsvolle Impulse für mehr Arbeitssicherheit – mit Kreativität, Humor und Mut.


