Beinaheunfälle melden – das machen Helden der Arbeitssicherheit
Arbeitssicherheit scheitert selten am Wissen – sondern am Verhalten. Der kabarettistische Vortrag „Helden melden!“ macht auf humorvolle Art typische Gewohnheiten und Denkmuster sichtbar, die uns zu risikoreichem und unsicherem Verhalten bewegen – obwohl wir es besser wissen. Neben der Risikowahrnehmung liegt der Fokus auf dem Ansprechen und Melden von unsicherem Verhalten und Beinaheunfällen.
Der Reiz des Risikos
Warum riskieren wir regelmäßig unser Leben, nur um zwei Minuten einzusparen? Wozu braucht man Trainings für Arbeitssicherheit, wenn doch jedem klar ist, dass man Risiken vermeiden sollte? Klar: Risikoverhalten ist tief evolutionär verankert. Mut, Schnelligkeit und Improvisation werden häufig höher bewertet als vorausschauendes Handeln. Und ohne Faulheit, Ungeduld oder Abenteuerlust hätten die Menschheit vermutlich auf die ein oder andere Erfindung verzichten müssen.
Neue Ansätze unterhaltsam vermittelt
Aber: Ist das noch zeitgemäß? „Helden melden!“ stellt das klassische Heldenbild bewusst infrage. Statt Risikoträger stehen neue Heldinnen und Helden im Mittelpunkt: Menschen mit Mut zur Sicherheit, die Gefahren ansprechen, unsicheres Verhalten thematisieren und Beinaheunfälle melden – bevor etwas passiert.
Mit Beispielen aus Berufsalltag, Film, Theater und Fiktion schafft das Format emotionale Bilder, die im Kopf bleiben. Beinaheunfällen melden nicht als Pflicht, sondern als aktiver Beitrag zur eigenen Sicherheit und zur Sicherheit anderer verstanden.
Mit Fiktion die Meldekultur stärken
Das provokant-augenzwinkernde Spiel mit Rollen, Normen und Erwartungen regt zur Selbstreflexion an und öffnet den Raum für Dialog. Das Ergebnis: Aufmerksamkeit, Gesprächsbereitschaft und ein gemeinsames Verständnis dafür, warum Beinaheunfällen melden ein zentraler Hebel für gelebte Arbeitssicherheit ist.
Ein aktivierender Impuls für Safety Days, Betriebsversammlungen und alle Unternehmen, die ihre Sicherheitskultur sichtbar weiterentwickeln wollen.

