SRS steht für Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle. Sie entstehen meist im Gehen oder Laufen – oft durch kleine Unachtsamkeiten, nasse Böden oder Hindernisse. Obwohl sie harmlos wirken, führen sie häufig zu ernsthaften Verletzungen wie Knochenbrüchen, Verstauchungen oder Kopfverletzungen.
Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) stuft SRS-Unfälle als eine der häufigsten Ursachen für Arbeitsunfälle ein. Sie verursachen hohe Kosten und lange Ausfallzeiten – und sind dennoch vermeidbar.
Warum passieren so viele SRS-Unfälle?
Häufig sind es einfache Dinge, die zu einem Unfall führen. Dazu gehören zum Beispiel
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unebene oder beschädigte Bodenbeläge,
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Kabel, Kartons oder Werkzeuge auf Laufwegen,
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glatte oder verschmutzte Böden,
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schlechte Beleuchtung,
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falsches Schuhwerk,
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Eile oder Ablenkung im Arbeitsalltag.
Viele Beschäftigte unterschätzen die Risiken, weil die Auslöser alltäglich erscheinen. Doch genau diese Routine und Illusion der Sicherheit macht SRS-Unfälle so gefährlich.
Verhaltensregeln: So beugen Sie SRS-Unfällen effektiv vor
Mit wenigen Maßnahmen lässt sich viel erreichen. Die DGUV empfiehlt folgende Verhaltensregeln:
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Halten Sie Wege frei – Ordnung ist der erste Schritt zur Sicherheit.
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Beseitigen Sie Verschmutzungen sofort – auch kleine Mengen Flüssigkeit können gefährlich sein.
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Tragen Sie geeignetes Schuhwerk – am besten mit rutschhemmender Sohle.
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Nutzen Sie Handläufe an Treppen – besonders beim Tragen von Lasten.
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Achten Sie auf ausreichende Beleuchtung – dunkle Bereiche erhöhen das Risiko.
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Markieren Sie Hindernisse gut sichtbar – vor allem bei temporären Baustellen oder Umstellungen.
Je konsequenter diese Regeln im Arbeitsalltag beachtet werden, desto geringer ist das Unfallrisiko.
Technische und organisatorische Maßnahmen im Betrieb
Nicht nur das Verhalten Einzelner, auch die betriebliche Organisation hat großen Einfluss auf die Sicherheit. Folgende Maßnahmen sollten deshalb fest in den Arbeitsprozess integriert werden:
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Verwendung rutschhemmender Bodenbeläge (z. B. R-Klassen nach DIN EN 51130)
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Gut sichtbare Bodenmarkierungen und Absperrungen
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Regelmäßige Unterweisungen durch Fachkräfte für Arbeitssicherheit
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Detaillierte Gefährdungsbeurteilungen und Anpassungen bei Bedarf
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Feste Reinigungspläne und klare Zuständigkeiten für Ordnung
Ein wirksames Arbeitsschutzkonzept kombiniert persönliche Verantwortung mit betrieblicher Struktur.
Fazit: Kleine Ursachen – große Wirkung
SRS-Unfälle passieren oft schneller, als man denkt. Doch wer aufmerksam bleibt, für Ordnung sorgt und einfache Regeln beachtet, kann viele dieser Unfälle verhindern. Unternehmen profitieren doppelt: Sie reduzieren Ausfallzeiten und fördern eine Kultur der Achtsamkeit.
Jeder Schritt zählt – im wahrsten Sinne des Wortes.


